Yoga für Menschen mit besonderen Ansprüchen

Viniyoga eine Yogapraxis ganzheitlich, achtsam, nachhaltig

Yoga - Körper, Atem und Geist im Einklang - wie funktioniert das?

Yoga entstand in Indien. Es basiert auf einem Jahrtausende altem Wissensschatz, der den Menschen als komplexes Wesen mit drei wesentlichen Teilen in den Blick nimmt:

Der Körper - der Atem -  der Geist:  

 

                 

 

Die drei Teile unseres Wesens sind im Yoga in unterschiedlicher Intensität verbunden in den Yogaübungen, je nach Art der Praxis.
Bei der Körperübung "Asana" steht der Körper im Mittelpunkt, Atem und Geist unterstützen. Die Atemübung "Pranayama" erreicht den Geist und den Köper gleichermaßen.
Die Meditationsübung, als Übung mit dem Geist, benötigt eine ausgeglichene Haltung des Körpers und eine ruhige, konzentrierte Atmung. Die Ausrichtung des Geistes erfolgt in Schritten.

Asana - die Körperübung:

Als "Asana" wird im Yoga das Üben mit dem Körper bezeichnet. Asana bedeutet Körperhaltung. Es gibt viele unterschiedliche Asanas:
Asanas im Stand, Asanas im Sitzen, Asnanas im Liegen. Sogenannte Umkehrhaltungen werden eingenommen, wenn der Kopf tiefer ist als das Herz (z.B. Kopfstand). Asanas werden dynamisch und statisch (länger verweilend in der Haltung) geübt. Asanas werden in Schritten eingenommen. Die Kombination mehrerer Asanas in einer Abfolge wird als Vinyasa bezeichnet.

Im Viniyoga werden Köperhaltungen eng mit der Ein- und Ausatmung verbunden. Das ist eine Besonderheit am Viniyoga-Stil.

Pranayama - die Atemübung:

Als Pranayama werden Übungstechniken bezeichnet, die den natürlichen Atemfluss bewusst gestalten. Der Yoga nennt eine erstrebenswerte Qualität, die mit Atemübungen erreicht werden soll: "Dirgha Sukshma" -
fein und gleichmäßig zugleich. Atemübungen werden meist im Sitzen geübt
und bereiten die Meditation vor.

Meditation - die Übung mit dem Geist:

Meditation - die Ausrichtung des Geistes und der Gedanken ist eine Übung der Konzentration auf einen Gegenstand - den Fokus der Meditation. Dieser Fokus kann ein Bild, ein Gefühl, ein Gedanke, eine Wahrnehmung oder ein Wunsch sein. Meditation vollzieht sich in Schritten. Erst kommt man zur Ruhe und sammelt die Gedanken, dann nimmt man den Fokus in den Blick, die Gedanken richten sich mit zunehmender Konzentration immer mehr auf den Gegenstand der Meditation aus. Man kehrt mit den Sinnen mehr und mehr zu sich, die Außenwelt mit ihren Reizen und Eindrücken tritt in den Hintergrund der Wahrnehmung. Lästige Gedanken und Eindrücke der Alltagswelt können für die Phase der Meditation in den Hintergrund treten. Die Gedanken richten sich auf den einen Gegenstand der Meditation aus.

Yoga als Übungsweg - Ashtanga:

Yoga wird als 8-gliedriger Weg - Asht (Acht) - Anga (Glieder) beschrieben.

Die acht Glieder des Yogaweges sind Aspekte einer ganzheitlichen aktiven Yogapraxis.

Yama = Unsere Haltung gegenüber unserer Umgebung
Nīyama = Unsere Haltung gegenüber uns Selbst
Āsana = Die Praxis des Körperübens
Prānāyāma = Die Praxis der Atemübungen
Pratyāhāra = Das nach Innen Richten der Sinne
Dhāranā = Die Fähigkeit, unseren Geist auszurichten
Dhyāna = Die Fähigkeit, unseren Geist kontinuierlich in einer Verbindung mit dem, was wir verstehen wollen, verweilen zu lassen
Samādhi= Die vollkommene Vereinigung mit einem Objekt, das wir verstehen wollen.

Die acht Glieder sind auf bestimmte Weise miteinander verbunden. Die Übung eines Gliedes schafft die Voraussetzungen für die Übungen folgender Glieder.

Diese Glieder werden im Yoga als Mittel beschrieben, wie eine gelungene Übung als Schritt zur Vorbereitung folgender Glieder zu verstehen ist. Diese Kategorie der Glieder lässt sich als Übungen mit den Instrumenten Körper, Atem und Geist verstehen, die durch Praxis, die einer bestimmten Qualität folgend zur der Entfaltung von Fähigkeiten andere Glieder führt. Andere Glieder können als Fähigkeiten charakterisiert werden, die als Ergebnis der Übungen gewonnen werden. Sie entstehen als Ergebnis der Übungsglieder Āsana, Prānāyāma und Meditation. Sie sind daher weniger fest mit anderen Aṅgās verknüpft, sie entstehen gleichsam aus einer erfolgreichen Yogapraxis.

Eng verbundene Übungsglieder sind Āsana=Körperübung, Prānāyāma = Atemübung und Dhāranā = Ausrichtung. Auf Dhāranā folgt eng verknüpft und in fester Reihenfolge Dhyāna und darauf folgend das Ergebnis: „Samādhi“. Alle drei Glieder werden als  Samyana = Meditation bezeichnet. Die Glieder Yama, Niyama, Pratyāhāra sind Ergebnisse, die sich einstellen, wenn mit den uns zur Verfügung stehenden „Instrumenten“ Körper, Atem und Geist, einer bestimmten Qualität folgend, durch Übung auf dem Yoga Weg Fortschritte entwickelt werden.

Die grundlegende Änderung des Lebensalltages, die Ausrichtung auf einen bestimmten Umgang mit der Außenwelt und mit mir selber wird sich erst einstellen, wenn mein Geist klarer wird und ich über Erkenntnis und Entscheidungsfähigkeit verfüge, meine Haltung Anderen und mir gegenüber zu erkennen und zu verändern.

Yama und Niyama stehen für das Äußere, sie im Sinne des Yogas zu entfalten, bedarf Fähigkeiten, die nur durch eine ganzheitliche Übung der Glieder des Yogas in ihrer speziellen Verbindung erworben werden können.

Samādhi (die tiefe Versenkung), ist der Kern des achtgliedrigen Weges, das Innerste Samādhi entsteht als Folge der Übungen und der Nutzung der durch Übung gewonnen Fähigkeiten der Glieder des Übungsweges.

Im Übungsweg sind Außenwelt (Interaktion, Kommunikation) und Innenwelt (Verstehen, Klarheit und Zurückgezogen sein) durch das Üben mit dem Körper, mit dem Atem und dem Geist einbezogen. Körper, Atem um Geist kommen so in einen positiven „Einklang“ im Sinne von Yoga.


 

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